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Leben

Samstag, 6. september 2008
.. bin ich zum idiot meiner Inkonsequenz geworden. ich weiss, es gibt hier unter uns leider Menschen, die so garkeinen Wert auf Aufrichtigkeit legen. Die sich durchs Leben schawenzeln und denken sie wäre der nabel der Welt.
Manchmal frage ich mich, warum ich so hart an mir arbeite, meine Grenzen erweitere oder verkleinere. Meine Ansichten überdenke und neu definiere. ich verschenke zwar mein herz nicht mehr beliebig, wie ich es einmal tat, doch dennoch gibt man den Menschen, die nur sich selbst sehen unglaublich grossen Spielraum, mit einem Ping-pong zuspielen! ich versteh das alles nicht, man lernt und lernt und arbeitet an sich, geht über seinen eigenen Horizont hinaus um etwas zu verstehen. und wenn man dann denkt man hat es verstanden, kommt eine Persönlichkeit daher, die einem den inneren Frieden wieder zu Nichte macht. Ist das normal? Bedeutet das leben? Immer wieder auf der Hut zu sein, vor diesen Schurken, die einen immer wieder in Versuchung bringen, seine Moralvorstellungen, seine Wertvorstellungen, die Dosierung der Gefühle, ganz gleich welcher Form, über Bord zu werfen?! Soll das alles sein?

Vielleicht gerate ich einfach noch an die falschen Personen, vielleicht muss ich einfach einsehen, dass die Welt eben schnelllebig geworden ist und viele Dinge sich noch schneller verändern werden!

und jetzt mal noch eine Ansage an die Person, die es geschafft hat, dass ich gewisse Dinge, die sich doch gefestigt hatten über Bord schmeissen muss.

Erst denken, dann fühlen, dann nochmal denken ob das gefühlte wirklich exzistent ist und dann nochmals die Existenz der Gefühle überdenken.

.. Achso, nee geht ja nicht, ist ja schon zu spät. Doch vielleicht beim nächsten Mal?

Meine nächsten Male, sich auf ein weiteres Mal auf -Sowas- einzulassen minimiert sich von Mal zu Mal mehr.

von vonhiernachda
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Mittwoch, 6. august 2008
Viele schmerzhafte Erfahrungen musste ich im Laufe meines daseins machen, angefangen damit, dass ich es mir selbst oft gern schwer gemacht habe. UNd aus meiner eigenen Mücke einen Elefanten gemacht habe.

Ich habe immer viel gemacht, mich vor allem viel abgelenkt, von dem was ich eigentlich möchte, was mich beschäftigt, was mich glücklich macht und auch dem warum ich so traurig war.
Von vielen bekomme ich gesagt "ich kann nicht glauben, dass du es bist". Immer und immer wieder habe ich von den anderen Misstrauen zu spüren bekommen. Denn was in den vergangenen jahren so passierte, ist an ihnen genauso wenig vorrüber gegangen, wie an mir!Ich habe lange nach einer Entschuldigung für meine Fehler aus der Vergangeheit gesucht.

Doch die einzige Entschuldigung ist der Blick nach vorn, dass einzige was ich tun kann, ist jetzt zu püren, dass nicht alles so gut war, wie ich damals dachte.

Und wenn man mir sagt "du fängst wohl von vorn an??!", dann denke ich mir, "Nein, ich fange nicht von vorn an, ich befinde mich genau zwischen Vergangenheit und Gegenwart"

Ich nehme vergangenes um mich im hier und jetzt zurecht zufinden und zu formen.

ich spüre erst jetzt, WIE tief ich am Boden lag. Jetzt, wo ich die richtige Basis zwischen Abgrund und Höhenflug gefunden habe!

Ich weiss nun, nach jahrelanger Mauer vor meinem Sein, dass es gut tut mich zu öffnen. Weiter vorwärts zu blicken, Vertrauen in andere zu haben, weil ich mir wieder selbst vertrauen kann.

Ja ich bin auf dem Weg glücklich zu werden oder schon zusein.  Wer weiss das schon so genau!
von vonhiernachda
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Samstag, 26. juli 2008
Ich hab mir vergangene Nacht viele Gedanken um die letzten Jahre gemacht. Und mir scheint gerade als würde ich erst jetzt anfangen, die Dinge wirklich beim Namen nennen zu können. Irgendwie auch fühlen und leben zu können.
ich stelle irgendwie fest, erwachsen werden ist ganz schön anstregend, die Verantwortung fürs eigene Leben zu übernehmen, wenn man wie ich, zwar schon früh dazu gezwungen war, aber dennoch nicht recht damit umzugehen wusste.

Zur Zeit habe ich ein sehr sensibeles Gespür für mein Leben, ich komme mir selbst so wach vor. Es wirkt so klar, so strukturiert.
Eine völlig neue Rolle für mich, da ich immer so vom Regen in die Traufe rannte! Vieles was ich schon seit Jahren aufarbeitet haben wollte, gelingt mir irgendwie erst jetzt. dann denke ich, "jaja, die Zeit tut halt was richtig ist". Aber das kann ja nicht die einzige erklärung sein?!
Ich will nicht sagen, ich habe nichts geschafft in den letzten jahren, ich habe zumindest zeitweilen überlebt und mir die kleinsten Strohhalme gegriffen um für mich sorgen zu können. Zwischenzeitlich kam ich mir dann ausgebrannt und erschöpft von meiner Eigeninitiative vor. Stand irgendwie immer an einer Klippe und dachte, "Mensch, da kommst du nie runter", ohne Dir wehzutun.
Gerade, seh ich es so, dass ich die ersten Schritte schon getan habe. und ein ganz wichtiger Punkt, sind für mich die menschen, die zwar manchmal nicht lange an meiner Seite waren, dennoch etwas in mir bewegt haben, was ich auf meiner Reise durchs Leben mitnehmen werde!

von vonhiernachda
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Donnerstag, 24. juli 2008
Ich glaube, mit diesem Thema hab ich meinen grössten Kummer.-

ich war mein ganzes Leben auf der Suche nach Nähe und die Nähe hat für mich soviele Facetten. es gibt die körperliche, es gibt die emotionale, es gibt noch eine seelische Nähe und es es gibt die imaginäre.
Manchmal stehen Menschen vor uns und wollen unsere Nähe, ohne dem Wissen ob sie diese überhaupt ertragen würden.

Und da frage ich mich, warum sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, das ersteinmal heraus zufinden?!
Was mir so übel aufstösst, ist der Gedanke daran, dass es oftmals nicht mehr um die Person, mit ihren Stärken und Schwächen geht, sondern einzig und allein um den Gedanken Nähe zu spüren. Sicherlich guckt man erstmal nach der Chemie und wenn die zufällig anfangs stimmt, dann überrolt man den Menschen mit Nähe, die man natürlich auch selbst einfordert. Doch was passiert, wenn der Gegenüber das ganz anders empfindet?! Solche Sachen können sich ja über Monate hinziehen, bis man es bemerkt, denn anfangs ist man damit beschäftigt sich kennenzulernen, zu fühlen,selbst die Träume, die man plötzlich in sich trägt, halten einen davon ab, sich weiter zu hinterfragen.

Und so geniesst man "Nähe" . 

Und irgendwann, trifft man einen wunden Punkt, plötzlich wird die Nähe zum Kampf, man entzieht sich, plötzlich ist Nähe kein angenehmes Gefühl mehr, sondern die pure Angst!

Man läuft davor weg, doch die einstige Nähe tut auch anderes. Wir sind im Begriff den Menschen den wir nah sein wollten auf Distanz zustellen. Meistens so weit weg, wir er uns nahe gekommen ist.

Es fällt mir so schwer, dies mit meinen Worten zu interpretieren. Doch es gab eine Zeit in meinem Leben, da fiel es mir schwer, einem Menschen der mir nahe stand, mit der bitteren Wahrheit zu konfrontieren. ich lief davor weg. denn weil er mir nahe stand, hat er eine grosse Bedeutung. Und menschen die ienem nahe stehen möchte man ungern verletzen
Doch man verletzt doch viel mehr, wenn man nicht ehrlich ist, vor allem sich selbst.

Ohje, es steckt so viel in mir und alles dreht sich im kreis.

ich schreibe weiter, wenn mein Hirn wieder zu Ruhe kommt. :)
von vonhiernachda
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Donnerstag, 24. juli 2008
Irgendwie glaube ich, es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich garnicht da. Ich habe funktioniert, mich in diese Gesellschaft eingereiht und die Augen zu gemacht. Für mich hatte das Leben in dieser Zeit nur eine Bedeutung, man muß -WER sein um sein zu können.
Also tat ich, was alle tun. Arbeiten, schlafen, essen, trinken., gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen. undsoweiter und sofort.

Die Hülle meines Körpers war lebendig. Doch meine Seele schlief lange, gefühlte 100 Jahre. ich hab mich zu sehr um die gesellschaftlichen Dinge gekümmert, dass meine Seele immer weiter fort von mir ging..

Heute habe ich das Gefühl, so einiges von damals ist flussabwärts geschwommen. Und auch mein wirkliches Ich, wollte nicht bei mir sein.
Also machte ich mich auf die Suche. Zog einmal quer durch die Republik, an jedem der Orte, wo ich etwas mitnahm, hinterliess ich auch etwas. Für mich sehr erschreckend, denn dadurch fühl ich mich nicht vollständiger. Und so beginne ich also, mein Leben, meine Erfahrungen meine Werte immer wieder von neu zu sortieren.

Irgendwann steht die Liebe im Vordergrund und mit der Liebe hängt ja einiges zusammen. man könnte fast sagen ich war abhängig von der Liebe, alles andere nur der verpflichtende andere Teil, den man aus dem Leben leider nicht wegdenken kann.-

Jeder hat Träume von der großen Hollywoodgeschichte. Jeder möchte in den Bann gezogen werden und glücklich sein, bis ans Ende unserer Tage. Doch mit wieviel harter Arbeit das wohl zusammen hängt, verstehen die wenigsten.
Man liegt auf dem Bett schliesst die Augen und hat ein Bild vor Augen. Ich habe mich an manchen Tagen darin verloren, ging auf die Suche und schaffte es mit halben Herzen zu finden. ich glaube es hat einige Jahre gedauert, welche Konsequenzen dieser Trugschluß hat. Wobei ich auch gelernt habe, dass eben auch diese Dinge sein müssen. - Ohne Negatives funktioniert Positives nicht.-

Und so funktioniere ich gerade wieder, allerdings wissentlich anders. Ich setze einen Baustein auf den anderen, baue einen ab, weil ein anderer nicht passt und so gehts immer weiter.

Es treten Menschen in mein Leben, manchmal verschwinden sie bewusst, manchmal gehen die Wege zu weit auseinander, manchmal auch sitzt der Schmerz so tief, das man diesen einst geliebten Menschen nicht mehr in die Augen schauen kann.

Das sind wohl die härtesten Zeiten im Leben. Man wird vom Schmerz oder Hass verfolgt. Man gibt sich dem hin, weil der Schmerz durch die Aterien schiesst, man diese Ohnmacht in sich spürt. Und so ist es mit fast allem, finanzielle Miseren, einfach Verluste, ganz gleich ob materieller oder emotionaler Art.

Und meine Verluste emotionaler Art, haben mich oftmals in große Krisen gestürzt. Ich begab mich in einen wahren Spiessroutenlauf, ich kam nicht mehr vorran, ging gleich mehrere Schritte rückwärts, dann kommt das äussere Umfeld, ich hab den Finger gespürt, der auf mich gezeigt wurde. und so kam eines zum anderen. Ich bin abgetaucht, habe diese Sachen ausgesessen. und ich vermute mal, niemand, wirklich niemand kann nachempfinden wie tief die Risse in meiner Seele waren.

Und so beginnt es immer wieder von vorn.



von vonhiernachda
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